Lauffener Tennisdamen steigen nach 9:0 Sieg gegen Ludwigshafen in die Regionalliga auf

„Eindrucksvoller kann man eine Saison nicht beenden“, meinte Lauffens 1. Vorstand, Stefan Bohlayer, nach den abschließenden Doppeln, die eigentlich gar nicht mehr hätten gespielt werden müssen und ergänzte, „das zeichnet gute Spielerinnen aus, dass sie trotz des feststehenden Sieges die Spannung hoch halten können und noch einmal bestes Tennis abgerufen haben“.

Für das wichtigste Spiel der Saison kam auf Lauffener Seite auf Position 6 die erfahrene Anca Barna zum Zuge. Ihrer Gegnerin Katrin Kronemayer, die immerhin mit einer 7:0 Einzelbilanz in dieser Saison aufwartete, ließ sie aber nicht den Hauch einer Chance. Mit 6:0 und 6:0 zeigte die ehemalige deutsche Spitzenspielerin ihrer 21 jährigen Gegnerin deutlich ihre Grenzen auf.

Noch schneller fertig war Rosalie Willig auf Position 2. Mit dem gleichen Ergebnis gewann sie in nur 50 Minuten gegen Nadine Lang und spielte wie aus einem Guss. Alle Grundschläge setze sie gekonnt und sicher ein und wurde dafür oft mit Szenenapplaus belohnt. Adriana Barna holte den dritten Punkt für Lauffen. Ihr Sieg gegen Nathalie Scherdel war aber schwieriger, als es das Ergebnis (6:1 / 6:2) ausdrückt.

Nichts anbrennen ließen in der zweiten Runde Zuzana Ondraskova und Verena Jöchle. Die tschechische Spitzenspielerin gewann gegen das junge Talent Anne Zehetgruber mit 6:1 und 6:2. Das Spiel von Jöchle gegen Valentina Schneider war ausgeglichener. Aber letztendlich kämpfte sie ihre Gegnerin nieder und siegte auch ganz deutlich (6:2 / 6:2). Nicht gleich ins Spiel fand Jasmin Kling gegen Anica Wünsche von Leupoldt. Ihre Gegnerin, die dieses Jahr schon Bundesligaluft geschnuppert hat, spielte sehr variabel und verleitete Kling immer wieder zu Fehlern. Beim Stande von 2:6 und 0:3 schien die Partie schon gelaufen, doch Kling kämpfte sich in das Match zurück. Über 1:4 schaffte sie noch den Satzgewinn (6:4) und spielte im abschließenden Matchtiebreak, den sie mit 10:8 gewann, auf dem gleichen Level weiter. Der Aufstieg war perfekt!

„In der Regel werden bei KO Spielen, die nach den Einzeln schon entschieden sind, keine Doppel mehr gespielt“, meinte der leitende Oberschiedsrichter Horst-Dieter Saller. Ludwigshafen wollte aber spielen und ein Pfälzer Gast vermutete, dass das Team unbedingt einen Ehrenpunkt holen wollte. Lauffen spielte gerne, waren doch noch einige Zuschauer auf der Anlage am Forchenwald. Und besonders motiviert war Verena Jöchle. Sie hatte bis zu diesem Zeitpunkt alle ihre Einzel- und Doppelspiele gewonnen. Mit ihrer Partnerin Leila Heinz schaffte sie auch den achten Sieg (6:0 / 7:5) in Folge und wurde mit 16 Siegen Lauffens erfolgreichste Punktelieferantin.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten bei herrlichstem Tenniswetter die Aufstiegspartie am Lauffener Forchenwald. Fazit des 1. Vorsitzenden: „Besonders erfreulich ist für mich, dass viele Zuschauer aus den umliegenden Nachbarorten und Tennisvereinen anwesend waren und dieser Veranstaltung einen besonderen Rahmen gaben“.

Von links: Trainer Hansi Hochmuth, Leila Heinz, Jasmin Kling, Verena Jöchle, Rosalie Willig, Zuzana Ondraskova, Adriana Barna und Anca Barna.